Welche Beziehungen brauchen wir wirklich? Allein leben in einer diversen Welt

  • Interview/Talk
  • Kultur und Wissen

Summe

€14 - 20

Welche Beziehungen brauchen wir wirklich? Allein leben in einer diversen Welt

Der Philosoph Dr. Jörg Bernardy im Gespräch mit dem Schriftsteller, Kunstkritiker und Essayisten Daniel Schreiber

Die Vorstellung eines guten Lebens ist mehr als eine individuelle Fantasie. Das „gute Leben“ ist ein kollektives Versprechen, an dem wir als Gesellschaft festhalten, obwohl wir alle wissen, dass es sich für viele von uns gar nicht mehr so einfach realisieren lässt. Zur Fiktion des guten Lebens gehört nicht zuletzt der Glaube, dass wir ein gewisses Maß an Wohlstand erreichen werden. Weitere Aspekte sind eine funktionierende Liebesbeziehung und die Gründung einer Familie. Doch was ist, wenn dieses Fantasiekonstrukt zu bröckeln beginnt? Wenn sich im eigenen Leben nach und nach herausstellt, dass sich ein oder mehrere Faktoren anders entwickeln?

Im Gespräch erkunden der Schriftsteller, Kunstkritiker und Essayist Daniel Schreiber und der Philosoph und Autor Jörg Bernardy den schmalen Grat zwischen Alleinsein und Einsamkeit, indem sie immer wieder eine Brücke zur existenziellen Bedeutung von Freundschaften und anderen Beziehungen schlagen. Dabei werden auch persönliche Erfahrungen von Daniel Schreiber, Reflexionen über uneindeutige Verluste auf der Suche nach Liebe, queere Scham und Gefühle, die uns alle betreffen, zur Sprache kommen.

Ist Alleinsein etwas, das einem „zustößt“ und passiert oder können wir uns bewusst für ein Leben allein entscheiden? Wieso verweisen Menschen so reflexhaft auf den Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein? Ist ein gutes Leben ohne feste Partnerschaft möglich und welche Tabus, Vorurteile und Hindernisse sind damit häufig verbunden? Warum wird „Alleine Leben” oft als Scheitern wahrgenommen? Kann man auch allein glücklich und erfüllt sein?
Ein Gespräch über das existenzielle Spannungsfeld zwischen dem Wunsch und der Möglichkeit, allein zu leben und dem Verlangen nach Intimität und Vertrautheit. Denn ob wir in Beziehung leben oder nicht, wir alle haben ein Bedürfnis nach Nähe, das wir stillen müssen.

Die Gesprächsreihe

Das Gespräch mit Daniel Schreiber ist Teil der Gesprächsreihe “Mensch sein! Gespräche für eine diverse Welt” mit Dr. Jörg Bernardy und Karoline Rütter. Im Gespräch mit interessanten Menschen loten wir aus, wie eine Gesellschaft der Zukunft mit viel Entfaltungs-Potenzial für alle aussehen könnte. Zur Übersicht >>>

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Weitere Informationen zum Event:

Wann: Donnerstag, 18. Januar 2022 | 20.00 bis 21.30 Uhr

Wo: Online via Zoom . Den Zoom-Link erhältst Du  per E-Mail spätestens 30 Minuten vor dem Event-Beginn. Bitte Spamordner überprüfen, wenn Du die E-Mail dann noch nicht erhalten hast. 

Ticketkategorien:

Frühbucher: 14 €

Normalpreis: 20 €

Ermäßigt*: 15 €

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Daniel Schreiber

Daniel Schreiber, geboren 1977, ist als Kunstkritiker für verschiedene internationale Zeitungen und Magazine tätig. Er ist Autor der Susan-Sontag-Biografie Geist und Glamour (2007) sowie der hochgelobten Essays „Nüchtern“ (2014) und „Zuhause“ (2017). Im Herbst 2021 erscheint bei Hanser sein neues Buch „Allein“, in dem er das Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach Rückzug und Freiheit und dem nach Nähe, Liebe und Gemeinschaft ausleuchtet. Er lebt in Berlin.
Photo by Christian Werner 

Dr. Jörg Bernardy

Dr. Jörg Bernardy lebt als freier Autor („Philosophische Gedankensprünge - Denk selbst!“, „Mann Frau Mensch - Was macht mich aus?“, Beltz & Gelberg) in Hamburg. Er hat in Köln, Paris und Düsseldorf Philosophie und Literaturwissenschaften studiert und anschließend an der Universität Hildesheim in Philosophie promoviert. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, wo er mit renommierten Autoren und Professoren wie Peter Sloterdijk und Wolfgang Ullrich zusammenarbeitete. Zuletzt war er mehrere Jahre für DIE ZEIT tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Philosophie der Medien, Kultur, Gesellschaft und Ästhetik. Bei The School of Life Berlin ist er maßgeblich für die deutschlandweite Umsetzung und Weiterentwicklung der öffentlichen Programme und Inhalte verantwortlich. Er interessiert sich für die Verbindung von Theorie und Praxis sowie die vielfältigen Erfahrungsmöglichkeiten, die philosophischen Ideen zugrunde liegen. 2021 erscheinen seine illustrierten Sachbücher „Ich glaube, es hackt! Leben in Zeiten von Tabubrüchen“ (Beltz & Gelberg) und „Der kleine Alltagsstoiker. 10 Gelassenheitsregeln fürs Lebensglück“ (Gräfe und Unzer).
Photo by Martina Klein